Am vergangenen Wochenende haben wir das Abenteuer Fernreisebus gewagt.
Es stand ein Wochenendtrip nach München im Kalender. Selbst mit dem Auto in die bayerische Hauptstadt die 880km zu fahren, hatten wir keine Lust. Kurzfristig fliegen war uns zu teuer. Die Bahn kam aufgrund ungünstiger Abfahrtzeiten, zu langer Fahrzeit oder zu teure Verbindungen auch nicht in Frage. Auf unseren Autobahnen sieht man ja immer häufiger Fernreisebusse. Neugierig auf das Reisen mit dem Fernbus haben wir unsere Buchung online kurzfristig knapp 1 Woche vor Reiseantritt gebucht. Eine Sitzplatzreservierung wie zum Beispiel bei der deutschen Bahn oder im Flieger ist bei Flixbus nicht möglich. Zusätzliche Buchungskosten sind nicht entstanden.
Die Hin- und Rückfahrt für 2 Personen hat uns insgesamt 115€ gekostet, preislich unschlagbar. Zudem durfte jeder von uns 2 Gepäckstücke sowie 1 Handgepäck mit auf Reisen nehmen. Flixbus wirbt mit kostenlosen WLAN mit LTE Geschwindigkeit, eine Sitzplatzgarantie mit Beinfreiheit, Versorgung an Bord mit Drinks & Snacks gegen kleines Geld, sowie mit Steckdosen für unbegrenzten Surf Spaß in den FlixBussen. Wir waren gespannt auf was wir uns eingelassen hatten. Schließlich lagen 12h Fahrt vor uns.
Den ersten positiven Aha-Effekt gab es, als wir unsere Sitzplätze eingenommen hatten. Die versprochenen Steckdosen an jedem Platz, wurden vorgefunden ;-)
Pünktlich auf die Minute fuhr der FlixBus in Kiel am ZOB ab. Neben einer persönlichen Begrüßung vom Busfahrer gab es eine Begrüßung per Bandansage, die mich sehr an den die Sicherheitseinweisung im Flugzeug erinnert hat. Wir Fahrgäste würden auf die Anschallpflicht im Bus hingewiesen, auf die Toilette hingewiesen, auf das kostenlose WLAN wurde angepriesen, sowie Snacks und Drinks die im Bus käuflich zu erwerben sind.
Wir hatten uns für einen Nachtbus entschieden, der uns schlafend ans Ziel bringen sollte. Von Schlaf war aber nicht viel die Rede. Im Bus war es durch die vielen Reisenden relativ laut, zudem war es durch die Beleuchtung im Bus zudem noch ungewohnt hell. So das außer dösen nicht wirklich an Schlaf zu denken war. Nach knapp 12h Fahrt sind wir am nächsten Morgen überpünktlich vor der angegeben Zeit in München angekommen.
Die Rückfahrt am Sonntag Abend lief genauso unkompliziert ab wie die Hinfahrt. So das mein/unser Fazit nach dem Wochenende positiv ausgefallen ist. Für eine weitere Fahrt mit einem Fernbus würde ich mich persönlich mit Ohropax und Schlafmaske ausstatten, damit Frau auch zu ihrem Schönheitschlaf kommt. Allerdings sollte man sich seine Reisezeiten gut überlegen, Schulferien und bundesweite Feiertage sollten berücksichtigt werden, wenn man Stau vermeiden will. Denn immer dann, wenn auf den Autobahnen mit viel Reiseverkehr zu rechnen ist, stehen eben nicht nur PKW's und LKW's im Stau sondern auch Fernbusse ;-)

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